Die Prager Judenstadt (Josefov) oder auch das jüdische Viertel entstand im 13. Jahrhundert. Der größte Teil des Viertels wurde zwischen 1893 und 1913 zerstört. Lediglich 6 Synagogen, der alte Jüdische Friedhof, die Zeremonienhalle und das alte Jüdische Rathaus blieben erhalten. Diese Gebäude sind alle Teil des Jüdischen Museums. 1991 hatte der Ort 2354 Einwohner. Im Jahre 2001 bestand Josefov aus 66 Häusern, in denen 1997 Menschen lebten.
Heutzutage ist Josefov das lebendige Zeugnis der Geschichte der Prager Juden, denn diese Gebäude bilden den am besterhaltensten Komplex jüdischer Denkmäler in ganz Europa.
Die Altneusynagoge ist die älteste erhaltene Synagoge in Mitteleuropa. Sie wurde im frühgotischen Stil im späten 13. Jahrhundert erbaut und äußerst reich mit Steinmetzarbeiten geschmückt. Auch die innere Einrichtung (gotische schmiedeeiserne Gitter, schmiedeeiserne Kronleuchter) sind antiken Ursprungs. Bis heute dient dieses Gebäude als ein Haus des Gebetes und als die Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde in Prag.